Rila und die Skigebiete (Panitscischte)

Rila und die Skigebiete (Panitschischte)
Im Jahr 2006 wurde das Projekt für das Skigebiet „Panitschischte - die Seen - Kabul“ abgewiesen, da der größere Teil innerhalb des Nationalparks Rila liegen sollte. Trotzdem fing im Jahr 2007 die Realisierung des nicht genehmigten Projekts mit einer großen Anzahl widerrechtlicher Aktionen an, einschließlich des Territoriums des Nationalparks Rila, nachdem der Direktor des Parks Ing. Vasil Petrov im Juli entlassen worden war.

Der unverschämte Angriff auf den Nationalpark „Rila“ hat Wellen von bürgerlichen Protesten und vielfache Petitionen an die Staatsinstitutionen ausgelöst. Rila ist ein Nationalpark. Er beherbergt nationale und weltbedeutende Schätze – wilde Natur, wilde Tiere, seltene Pflanzen und unglaubliche Naturschönheit.

GESETZWIDRIGKEITEN:

1. Umweltschutzgesetz

Der neue Lift von der Berghütte Pionerska bis Rilski Ezera und der Weges Pionerska-Rislki Ezera werden ohne die erforderliche Umweltverträglichkeitsprüfung (OVOS) trotz der mehrmaligen Warnungen des Umweltministeriums gebaut. Die Regionaldirektion der nationalen Baubehörde - Kjustendil stellt fest, dass das neue Projekt von dem alten, nicht realisierten Liftprojekt wesentlich abweicht. Der Bau des alten Lifts hat illegal schon im Jahr 1998 begonnen. Das Projekt wurde von der Gemeinde „Sapareva Banya“ am 20.10.1998 genehmigt, aber die Umweltverträglichkeitsprüfung nach OBOC №73/1995 ist schon am 14.10.1998 ungültig geworden.

2. Gesetz über die Naturschutzgebiete und der Bewirtschaftungsplan des Nationalparks Rila

Ohne die Genehmigung des Umweltministers baut man die Trägerstützen des Lifts Pionerska-Rilski Ezera. Zu diesem Zweck und um Wege für die Baugeräte zu schaffen wurden große Kahlschläge geschaffen.

Ohne Baugenehmigung wird die Berghütte „Lovna“ erweitert.

3. Gesetz für die biologische Vielfalt/ EU Richtlinie 92/43/ЕЕС und 79/409/ЕЕС

Die Tätigkeiten auf den Territorien der Naturschutzgebiete Rila und Rila-Bufer erfolgen ohne erforderliche Gutachten über die Komptabilität mit den Zielen und Zwecken der Naturschutzgebiete nach Natura 2000.

4. Das Gesetz für die Konzessionen und das Gesetz für den Staatbesitz

Der Bau der genannten Objekten erfolgt innerhalb des ausschließlichen Staatsbesitzes– Nationalpark Rila – ohne vorliegende Konzession.

5. Das Gesetz für Bebauen der Territorien

Der Leiter des Baureferats der Gemeinde „Sapareva Banya“ genehmigt Investitionprojekte der genannten Objekte ohne die notwendigen Dokumente – ohne Besitzurkunde, Sachrechte und administrative Akten gemäß dem Gesetz zum Schutz der Umwelt (SOOS). Die Katasterkarten sind verfälscht, damit die Spruren der Verletzung der Grenzen des Nationalparks durch den Weg Pionerska – Panitschischte verwischt werden.

6. Das Gesetz für die Wälder

Das Anlegen von zeitweiligen Hilfswegen zum Bauen der Lift und des neuen Asphaltwegs sind nicht mit der Staatsagentur für die Wälder koordiniert worden.

Jahrhundertealte Bäume sind gefällt worden um neue Skipisten zu schaffen, die von der Verwaltung als ´Brandschutzschneisen´ verschleiert werden und die absolut mit den Skipisten des verworfenen Plans des Schikurorts übereinstimmen.

Das Recht für das Bauen des Lifts, das von Nationalverwaltung für die Wälder an die Gemeinde „Sapareva Banya“ erteilt wurde, ist illegal einer Offschorefirma übergeben worden.

7. Das Gottesgesetz 

C.a 100 Metern entfernt von den am tiefsten liegenden See von den 7 Rila Seen ( Der Untersee) ist ein achter See geplant, der für Sammeln von Wasser für die Versorgung der Bescheiungsanlagen und des Skikurortprojekts dienen soll.

Dokumente, die die widerrechtlichen Tätigkeiten im Nationalpark Rila beweisen (Link)

DER INVESTOR:
Rila Sport AG ( 99% im Besitz von Realstone Trade Bussines Corporation – registriert auf den amerikanischen Jungferninseln, England) mit der liebenswürdigen Unterstützung des Bürgermeisters und der Administration der Gemeinde „Sapareva Banya“ und der schweigenden Zustimmung der zuständigen Organe.

So werden die Ferienappartamente und Hotels in Panitschischte aussehen, derenwegen der Schiekurort gebaut wird.





Die Entwicklung:

1. Reaktion der Staatsinstitutionen

Der Umweltminister teilte mit, dass über einen Teil der Gesetzwidrigkeiten 9 Akten erstellt werden, aber er unternimmt keine Schritte zur Einstellung der andauernden Bauarbeiten in den Nationalpark „Rila“, „im Hinblick auf der fortgeschrittene Phase des Objekts“ ( Zitat aus Parlamentsdebatte)

2. Die Reaktion der Bürger

Die Bürge und die Koalition „ Let the nature remain in Bulgaria“ beharren auf der Einstellen der illegalen Vernichtung des Nationalpark. Wegen der bewiesenen, auch derzeit andauernden, verdeckten Gesetzwidrigkeiten rufen sie erneut die Staatsorgane und auch die Europäische Kommission an, da auch gegen EG-Recht verstoßen wird.

Die Gemeindevertreter von Sapareva Banya und der Umgebung organisieren Gegenproteste, um die Interessen einer Offshorefirma verteidigen können, die ihren Eigentümer und auf die Herkunft des Geldes nicht preisgeben möchte, die es aber gleichzeitig geschickt schafft, die Einheimischen und die Gemeindeadministration irrezuführen, indem sie Behauptet, die katastrophale Zerstörung des Pirin-Gebirges und des damaligen Städtchens Bansko werde sich in Sapareva Banya nicht wiederholen.

Berichte über Panitschischte
Bitte versenden Sie Berichte über Gesetzesbrüche und Naturbeeinträchtigungen in der Region Panitschischte an:
rila (AT@) forthenature.org

Galerie: Klang und Krach - Wach für die Natute auf

Galerie: Aktionen am 19 und 22 August im Rila Gebirge

Galerie: Bilder von der Eröffnung der Ausstellung für Rila und den Ski Projekten, 05.06.2008